Online Reputation Management bedeutet, die eigene Präsenz im Internet laufend unter Kontrolle zu haben, und auch aktiv zu sein, beim Erstellen von relevanten und aktuellen Inhalten. Online Reputation Management ist sowohl für Privatpersonen, die an einer Karriere interessiert sind, relevant, als auch für Selbständige und Unternehmen.
„Das Internet vergißt nicht“, ist eine vielzitierte Aussage. Daran ist viel Wahres dran, denn wer schon einmal seinen Namen über Suchmaschinen und Metasuchmaschinen gesucht hat, hat mit Sicherheit festgestellt, dass sich mitunter sehr alte Einträge im Suchindex der Suchmaschinen finden.
Praktisches Online Reputation Management – Monitoring
Ein kontinuierlich betriebenes Online Reputation Management umfaßt einerseits das laufende Monitoring der eigenen Präsenz im Internet. Hierbei gilt es herauszufinden, welche Inhalte zur eigenen Person oder zum Unternehmen von den Suchmaschinen in deren Datenbanken aufgenommen wurden. Bei der Intensität, zu der Suchmaschinen, allen voran Google ihre Webcrawler laufend durch das Web schicken, dauert es mitunter nur einige Stunden bis zu wenigen Wochen, bis ein Inhalt in den Suchergebnissen auftaucht.
Der einfachste Weg die Suche über Google zu bewerkstelligen, ist es sich Google Alerts einzurichten. Mit der Eingabe des Suchwortes wird ein e-mail (im gewünschten Intervall) geschickt, sobald Google einen Eintrag mit diesem Suchwort gemacht hat.
Eine regelmäßige aktive Suche über die Suchmaschine erspart dieser Dienst trotzdem nicht. Es macht auf jeden Fall Sinn, regelmäßig den eigenen Namen mit „Vorname Nachname“ und „Nachname Vorname“ bzw. „Unternehmensname“ zu suchen. Die Anführungszeichen stehen für eine Phrasensuche, die wichtig ist, weil Sie damit nur Suchtreffer erhalten, bei der die Wörter unmittelbar im Text zusammenstehen und damit das Suchergebnis relevanter ist.
Neben der Google-Suche sollten Sie für Ihre Recherche im Rahmen des Online Reputation Managements aber auch andere Suchmaschinen oder Metasuchmaschinen, bzw. auch Personensuchmaschinen für Ihre Recherche hinzuziehen. Dazu empfiehlt es sich, auch auf anderen großen Suchmaschinen nachzuschauen: Bing, Yahoo, Altavista.
Bei den Metasuchmaschinen können Sie metacrawler.com, metager.de, metaspinner.de oder ixquick verwenden. Im Gegensatz zu den Suchmaschinen, verwalten die Metasuchmaschinen nicht eine eigene Datenbank mit Inhalten aus dem Web, sondern sie senden Suchanfragen an verschiedene Suchmaschinen und liefern eine Zusammenfassung der zurückgelieferten Ergebnisse.
Bei den Personensuchmaschinen können Sie yasni einsetzen. Die Qualität der Suchtreffer ist mitunter sehr fragwürdig, dennoch werden diese Suchseiten häufig verwendet und es lohnt sich daher, auch Bescheid zu wissen, was andere Personen über Sie finden, wenn sie diese Seiten nutzen.
Länderspezifische Suche
Die Suchmaschinen liefern auch regionalspezifische Suchergebnisse. So erhalten Sie bei einer Suchanfrage mit exakt dem gleichen Keyword auf Google.at, Google.de oder Google.uk klarerweise jeweils unterschiedliche Suchtreffer. Probieren Sie daher auch die Suchmaschinen anderer Länder, wenn Sie aktiv im Internet publizieren.
Umgang mit Namensvettern
Was ist nun, wenn Sie mit Ihrem Namen nicht alleine auf der Welt sind, sondern auch andere Personen mit dem gleichen Namen im Internet zu finden sind? Das gleiche gilt natürlich auch für Unternehmen, denn oftmals gilt ein Markenschutz nur für die eigene Branche und andere Unternehmer aus anderen Branchen oder Ländern hatten den gleichen Einfall mit dem Firmennamen.
Hier gilt es aktiv zu sein, und regelmäßig Inhalte zu publizieren, die für den eigenen Namen positiv sind. Sie sollten sich aussagekräftige Profile im Web anlegen, die von den Suchmaschinen sehr häufig weit oben im Suchergebnis angezeigt werden. Für Personen bieten sich hierfür die Portale Xing und LinkedIn an. Bei den Privatsphäre-Einstellungen ist dann darauf zu achten, dass die Einstellung „Suchmaschinen können dieses Profil anzeigen“ gewählt wird.
Aktives Online Reputation Management – Inhalte publizieren
Für Selbständige und Unternehmen ist es besonders wichtig, die Inhalte im Internet aktiv zu steuern. Der erste Schalthebel dazu ist die eigene Webseite. Ein Blog mit der Möglichkeit regelmäßig fachliche Inhalte zu publizieren, dient einerseits dazu, Interessenten und Kunden laufend zu informieren und andererseits eignet sich der, auf diese Weise produzierte Content für eine Suchmaschinenoptimierung der eigenen Webseite.
Zusätzlich sind natürlich im Rahmen des eigenen Online Reputation Managements auch noch weitere unterstützende Maßnamen für die Suchmaschinenoptimierung zu setzen, wie beispielsweise, das laufende Generieren von Backlinks von anderen thematisch relevanten und von den Suchmaschinen gut bewerteten Webseiten sowie eine breite Streuung der eigenen Fachinhalte über diverse Kanäle, Medien und Portale im Internet.
Social Media Monitoring
Wer auch auf Social Media Seiten, wie Facebook, Twitter, Youtube, Pinterest etc. aktiv ist, sollte auch regelmäßig überprüfen, ob es positive oder gar negative Rückmeldungen auf die eigenen Inhalte gibt. Dabei braucht man absolut nicht in Panik zu verfallen, wenn einmal ein User eine negative Kritik auf einen publizierten Inhalt gibt. Hierbei ist es zentral, wie darauf reagiert wird, bzw. ob überhaupt darauf reagiert wird.
Was tun bei negativen Inhalten?
Was ist nun zu tun, wenn einmal die Rückmeldungen, oder die Suchtreffer nicht so vorteilhaft sind? Dabei ist zu unterscheiden, ob die Inhalte die eigenen Rechte verletzen. In diesem Fall können Sie den Seitenbetreiber auffordern, den Inhalt aus dem Netz zu nehmen. Das ist allerdings überhaupt keine Garantie, dass auch der Eintrag in der Datenbank der Suchmaschine verschwindet. Der Link führt zwar dann ins Leere, dennoch findet sich der Kurztext im Suchergebnis.
Daher ist der sinnvollere Weg für ein proaktives Online Reputation Management, die oben angeführte Vorgehensweise, des aktiven Publizierens von relevanten Inhalten, die Ihre Kompetenzen und Expertise in einem Licht präsentieren, das Vertrauen schafft.



